Historischesdes

Pfarreigeschichte chronologisch Hohenbrunn                             Stand: 19.08.2013

 

Vorbemerkung: 

diese Seite befindet sich erst im Aufbau und wird mit zunehmenden Kenntnissen sporadisch erweitert;

die Angaben sind von Pfr. Christoph Nobs zusammengestellt und überwiegend dem kleinen Kirchenführer von Heinrich Gröber entnommen (1.Auflage: Jahr 2000)

 

um 740            vermutlich besteht zu dieser Zeit bereits die „Ur-Pfarrei“ Hohenbrunn

 

814                 erste urkundliche Nennung von „Prunnum“ im Zusammenhang einer Schenkung des Priesters Starchholf und des Diakons Hatto (in der Regierungszeit Karls des Großen); deren Besitztümer werden nach deren Ableben dem Freisinger Bischof übergeben.

                        Da für 814 begüterte Kleriker für Hohenbrunn nachgewiesen sind, muss wohl in dieser Zeit bereits ein Kirchenbau gestanden haben. Die Anfänge der Hohenbrunner Kirche sind nicht mehr festzustellen. Die jetzige Kirche war – vielleicht im 15.Jh.? (weil vorhandene Wandmalereien aus dieser Zeit) -  im gotischen Stil erbaut, bevor sie 1680-1723 barockisiert wurde.

 

1100            erste urkundliche Nennung von „Hohenprunn“ im Traditionsbuch des Klosters Scheyern (anstelle von bisher „Prunnum“).

 

12.Jh.ff            Zeugnisse von Geschäfts- und Besitzverbindungen mehrerer Klöster mit/zu Hohenbrunn (ca. 70 Belege, die rund 50 Personen der höheren Stände bezeugen): Klöster Scheyern, Tegernsee, Schäftlarn, Andreas-Stift Freising.

 

1305            Grasbrunn, Siegertsbrunn, Höhenkirchen, Hofoldung, Brunnthal und Keferloh sind 1305 als Filialkirchen der (Ur-)Pfarrei Hohenbrunn zugeordnet.

 

1311            Die Pfarrei Hohenbrunn wird dem Andreas-Stift Freising einverleibt; der Hohenbrunner Pfarrer ist fortan ständiger Pfarrvikar des Andreas-Stiftes und Inhaber der Hohenbrunner Pfarrpfründe bis zur Säkularisation im Jahre 1803.

 

ca.1480            gotische Wandmalereien (heute noch Südwand Apsis)

 

1632            Im Rahmen des Dreissigjährigen Krieges fallen die Schweden zweimal in Hohenbrunn ein und brennen Häuser nieder; die Kirche bleibt verschont.

 

1670            Umgestaltung des Kirchturms:  zuvor niedriger und viereckig mit  Satteldach jetzt 32 m hoch achteckig aufgestockt und barockisiert mit Zwiebelturm.

 

1680 ff            Beginn der der Umformung von der vormals gotischen zur barocken Kirche. Die Pfarrer Neumair und Suttner erhöhen das Kirchenschiff und erweitern es nach Westen (Länge jetzt 28 Meter, max. Breite 14 Meter).

 

1723            Einbau des barocken Hochaltars, damit Abschluss der Barockisierungsphase.

 

1725            Bau des (derzeitigen) Pfarrhofes

 

ca.1770       St.Aegidius Keferloh wird (wieder) nach Hohenbrunn „umgepfarrt“.

 

1804           (Die Pfarrei Hohenbrunn?) verkauft die Kirche St.Aegidius Keferloh an die beiden Keferloher Hofbesitzer „gegen Unterhaltung des Dachstuhls und des Gemäuers“; ab 1850 wird Keferloh wieder Filiale der Pfarrei Ottendichel, wie schon vor 1770.

 

1866            Großer Hausbrand Bauernhaus „Balthuber“ (Fritzmaier). Für das Pfarrarchiv ist es die größte anzunehmende Katastrophe. Im Haus des damaligen Kirchenpflegers Fritzmaier waren alle Pfarrarchivarien aus der Zeit vor 1645 eingelagert, die alle verbrennen: wertvolle Pergamenturkunden und Schriften der Pfarrkirche aus der Zeit vor 1645, die dort eingelagert waren.

 

1872            Anbau der (jetzigen) Sakristei direkt an den Turm.

 

1908-1945            Der 1895 geweihte Johann Wenk ist von 1908-1945 37 Jahre lang Pfarrer in Hohenbrunn: Gesamtentwicklung, seine Art u. Arbeit sowie Einzelmaßnahmen/Ereignisse. In seiner Zeit sind die umliegenden Orte der Pfarrei Hohenbrunn immer noch kirchlich unterstellt u. z.T. auch direkt beseelsorgt. Er betreibt intensive historische Forschungen, niedergeschrieben in „Geschichtliche Notizen über das Pfarrdorf Hohenbrunn“. Bereits 1920 wird er Hohenbrunner Ehrenbürger; noch zu Lebzeiten wird der Dorfplatz nach ihm benannt. Er stirbt 1953 in Miesbach; 2012 kommt sein Grabstein aus Miesbach nach Hohenbrunn, aufgestellt an der Nordaußenseite der Kirche.

1934            Entdeckung der ältesten Wandgemälde (von ca. 1480) in der Apsis, Südswand.

 

Pfarrer Fuchs:                         Gesamtbeschreibung der Entwicklung, seiner Art und Arbeit sowie Einzelmaßnahmen/Ereignisse

Pfarrer Käsbauer:             Gesamtbeschreibung der Entwicklung, Ära, seiner Art und Arbeit sowie Einzelmaßnahmen/Ereignisse

Pfarrer Laurich:             Gesamtbeschreibung der Entwicklung, seiner Art und Arbeit sowie Einzelmaßnahmen/Ereignisse

Administrator Pfr. Alexander Siebenhärl:             Gesamtbeschreibung der Entwicklung, seiner Art und Arbeit sowie Einzelmaßnahmen/Ereignisse

Administrator Pfr. …. Stadelbauer:                         Gesamtbeschreibung der Entwicklung seiner Art und Arbeit sowie Einzelmaßnahmen/Ereignisse

Administrator            Pastoralreferent Josef Germeier (m. priesterl. Leitern:  Franz-Josef Hungs / Christoph Nobs): Beschr.d.Zeit…..

Adminstrator Kurat Christoph Nobs: Gesamtbeschreibung der Entwicklung, seiner Art und Arbeit sowie Einzelmaßnahmen/Ereignisse

 

Wer waren die Kirchenpfleger und KV-Mitglieder?

Wer waren die PGR-Vorsitzenden und PGR-Mitglieder?

 

1949            Anschaffung neuer Glocken und eines neuen Glockenstuhles

 

1954            Umstellung des manuellen Läutens auf elektrischen Antrieb

 

Nach Konzil            Bildung des ersten Pfarrgemeinderates (PGR)

 

1974-1976            Generalrenovierung der Pfarrkirche; Anlass waren Probleme der Decken-Statik, die Sofortmaßnahmen erforderten.

… 70er            Mit dem Abschied von Pfr. Laurich geht der letzte „eigene“ Dorf-Pfarrer von Hohenbrunn. Damit endet die uralte Anwesenheit des örtlichen Priesters im Dorf und Haus. Die Pfarrerwohnung wird jetzt genutzt als Pfarrheim mit Küche und Arbeitszimmer des Kirchenpflegers mit Pfarrarchiv.

 

…70er            St.Stephanus Hohenbrunn bleibt eigene Pfarrei, wird jetzt aber gut 10 Jahre von St.Magdalena Ottobrunn aus admininstriert durch Pfarrer Siebenhärl.

 

…80er            Errichtung des Pfarrverbandes: die beiden Pfarreien St.Magdalena Ottobrunn und St.Stephanus Hohenbrunn bilden ab jetzt einen Pfarrverband.

 

1988            Einbau einer 12-regsitrigen Brüstungsorgel.

 

…90er            Hohenbrunner Primizfeier von P.Lukas Wirth OSB, Kloster Scheyern (aufgewachsen i.d. Luitpoldsiedlung als Christoph Wirth)

20..er            Durch die Erschließung mehrerer Neubaugebiete erfährt Hohenbrunn einen erheblichen Bevölkerungszuwachs, v.a. auch an Kindern und Jugendlichen; dies wird u.a. spürbar in der zunehmenden Zahl von Erstkommunionkindern und Firmlingen. Das Ende dieser Entwicklung ist jedoch bereits absehbar. Dies stellt die Pfarreistrukturierung und Seelsorge für knifflige Fragen. Auch die Mentalitäten verschieben sich deutlich bis drastisch.

 

20…            Sanierung Kirchturm u. Friedhofmauer

 

20…            Teilrestrukturierung EG-Pfarrheim: „Essen auf Rädern“ endet; Umbau u. Nutzung als kl.Versammlungsraum, Küche u. Toiletten

 

20…            Prof. Stefan Holzer (BW-Uni Neubiberg) analysiert mit Studenten den historischen Dachstuhl der Kirche und liefert Bericht

 

20…            Innenrenovierung der Kirche (Auffrischung der Innenraumschale und technische Maßnahmen, u.a. Hörschleife)

 

20...            Ankündigung einer Pfarreienstrukturreform erregt die Gläubigen: z.T. neue Aktionen wie „Lichtmess-Gang“.

 

20…            Kirchenpfleger H.Gröber hört gesundheitsbedingt nach halber Amtszeit auf; in seine Nachfolge tritt Brigitte Estendorfer – damit ist in Hohenbrunn zum ersten Mal eine Frau Kirchenpflegerin.

 

20…            Die Vorabendmesse am Samstag wird in Hohenbrunn aufgrund zu geringer Beteiligung eingestellt.

 

2007            Die Pfarrei ist jetzt „online“ mit einer elektronischen Homepage.

 

20…            Sinus-Kirchen-Milieustudie (1) für Hohenbrunn: Befunde über die Milieu-Zusammensetzung der Katholiken vor Ort

 

20…            Verschiedene „Aggiornamento-Maßnahmen“ im Sinne der Liturgiereform: Kommunion unter beiderlei Gestalt, Einführung des Kantorendienstes, „Abrüsten“ der Seitenaltäre, Entfernung der Kommunionschranke – manches erregt die Gemüter.

 

 

2011, Mitte            Eröffnung der Seelsorgestelle Hohenbrunn: im Pfarrheim OG hat ab jetzt die Gemeindereferentin Monika Kaukal ihr ständiges Büro. Nach 30 Jahren Abwesenheit ist nun wieder eine Seelsorgestelle ständig vor Ort.

 

2011, ?            Pfarrei-Visitation durch Weihbischof Engelbert Siebler

 

2011            Gartenaußenanlage im direkten Bereich rund um die Kirche wird erneuert; Anschaffung von 2 Sitzbänken für Südseite.

 

2011f            Bildung eines ehrenamtlichen Hilfs-Mesner-Teams (wg. Gelegentlichen Ausfällen der gebrechlichen Mesnerin).

 

2012, 1.Jan            Errichtung des „Pfarrverband VIER BRUNNEN“. Hohenbrunn bildet zusammen mit den Pfarreien St-Magdalena Ottobrunn und Putzbrunn/Grasbrunn diesen neuen Pfarrverband mit Sitz in St.Magdalena Ottobrunn. Damit ist der alte Pfarrverband aufgehoben.

 

2012, April            Hohenbrunn hat jetzt zum ersten Mal eine hauptberufliche Mesner- und Hausmeisterstelle (als halbe Stelle); sie wird mit Kresimir Sommer besetzt.

 

2012, Mitte            Grabstein von Pfr.Wenk kommt von Miesbach nach Hohenbrunn und wird zum Gedächtnis an der Kirchen-Nordwand aufgestellt.

 

2012, Nov.            Kirchenverwaltungswahl; nach einer Zeit der Suche wird Josef Knespel 2013 neuer Kirchenpfleger.

 

2013, 1.Jan            Inkrafttreten des „Kooperationsvertrags für Haushalt und Personal“ im PV VIER BRUNNEN:  Haushalt und Verwaltung des laufenden Seelsorgebetriebes und des Personals liegen jetzt in der Hoheit eines entsprechenden gemeinsamen PV-Gremiums aus Delegierten der einzelnen Kirchenverwaltungen. Die Hoheit der örtlichen Kirchenverwaltung beschränkt sich nunmehr auf das Stiftungsvermögen, die Immobilien sowie die Pfarrpfründe.

2013, Mitte            Sinus-Kirchen-Milieu-Studie (2) für Hohenbrunn: aktualisierte Befunde.

 

2014, Febr.            Pfarrgemeinderatswahl;